
Foto: © Stefan Mager
Fatih Çevikkollu wurde 1972 geboren und absolvierte seien Schauspielausbildung an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Von 2001 bis 2004 war er Ensemblemitglied im Schauspielhaus Düsseldorf. In dieser Zeit erhielten er und seine Kollegen beim NRW-Theatertreffen den besonderen Preis der Jury für die beste Ensembleleistung. In »Alles Atze« spielte er seit 1999 als Murat Günaydın neben Atze Schröder eine Hauptrolle. Mit seinem Witz trug er maßgeblich zum Gewinn des Deutschen Fernsehpreises für die beste Sitcom im Jahr 2003 sowie dem Deutschen Comedypreis für die beste Serie in den Jahren 2003 und 2005 bei. Ende 2005 startete er seine erste Solotournee mit »Fatihland«, für das er den Prix Pantheon 2006 – Jurypreis – gewann. In der Laudatio der Jury heißt es: »Mit Fatih Çevikkollu zeichnet die Jury einen jungen Komiker aus, für den Integration Kabarattistensache ist. Er schafft mit Liebe und Selbstironie einen urkomischen Brückenschlag zwischen seinen beiden Kulturen: der deutschen und der türkischen. Seine Sicht der Dinge bringt die Zuschauer nicht nur zum Lachen, sie wirkt auch in deren Köpfen weit über den Abend hinaus.« Das Handelsblatt zeichnete Fatih Çevikkollu im April 2007 im Düsseldörfer Kom(m)mödchen mit dem Kabarettpreis Sprungbrett 2007 aus, und lobte, wie »er den Wanderer zwischen deutschen Vorurteilen und türkischen Vorbehalten gibt«. 2008 veröffentlichte Fatih Çevikkollu zusammen mit Sheila Mysorekar sein erstes Buch Der »Moslem-TÜV«, in dem Sheila Mysorekar und er laut Hamburger Abendblatt »bissig die »deutsche Lust am Recht auf Empörung« überzeichnet«. Mit »Nach Hause« veröffentlichte Çevikkollu auch eine Kurzgeschichte in der deutsch-türkischen Anthologie »Was lebst Du?« (2005). Seit November 2022 ist er mit seinem siebten Solorogramm »ZOOM« auf Tour. Auch im Fernsehen ist Fatih Çevikkollu regelmäßig zu sehen (»Mitternachtsspitzen«, »NDR Talkshow«, »Quatsch Comedy Club«, »Schlachthof«, »Hart, aber fair«, »Volle Kanne« und »Menschen bei Maischberger« und vieles mehr). Im November 2025 hat sein neues Soloprogramm »KI- Kritische Intelligenz« Premiere. 2023 veröffentlichte er mit großem Erfolg das Buch »KARTONWAND- Das Trauma der Arbeitsmigrant/innen am Beispiel meiner Mutter«. Ein ehrliches Buch über die psychischen Folgen der Arbeitsmigration in den Sechziger und Siebzigerjahren für die Familien. Mit diesem Buch ist er weiterhin auf Lesereise.
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